Mittwoch, 6. März 2013

Saison 2013-14 ... ein erstklassiger Kader?

Nachdem die letzten Tropfen Sekt getrunken und das Konfetti aufgeklaubt wurde, ging es an die Kaderplanung für die anstehende Erstliga Saison.
Ich habe für die Vorbereitung acht Wochen ausgerufen, mit dem Ergebnis, dass mir anfänglich gerade mal 15 Leute zur Verfügung standen (von denen drei verletzt waren). Das erste Testspiel wurde daher gleich mal wieder gecancelt.
Auch in den folgenden zwei Wochen war der Kader weit von der Vollendung entfernt, dementsprechend gestalteten sich auch die ersten Testergebnisse. Ich muss gestehen, dass ich die Planungen wohl unterschätzt habe. Eigentlich wollte ich nur drei oder vier erfahrene Spieler zum Aufstiegskader holen, plötzlich musste ich fast einen halben Kader zusammenstellen. Und die Suche gestaltete sich schwierig.
Wo die Offensive größtenteils stand, waren in der Defensive viele Positionen vakant. Besonders die beiden Außenverteidiger Posten, sowie mindestens einen weiteren Innenverteidiger und einen Spielmacher habe ich händeringend gesucht.

An den Finanzen hat es, anders als im Vorjahr, nicht gelegen. Hier war ich zwar nicht grade gesegnet, aber zum seriösen Arbeiten musste es reichen:


Die Gesamtsituation hat sich um 180 Grad gedreht, plötzlich waren statt den 10 Millionen Euro Verlust über 10 Millionen an Gewinn prognostiziert. Das hat sich auch gleich im vorläufigen Budget widergespiegelt:


Der Gehalts-Etat ist direkt mal um knapp 5 Millionen gestiegen. Die anderthalb Millionen an Transfergelder sind zwar nicht der Rede wert, aber alles ist besser als nichts.

Obwohl der Schuh wie schon erwähnt besonders in der Defensive gedrückt hat, kam zunächst ein Offensivspieler. Und was für einer. Schon während der Rückrunde habe ich einen meiner Scouts nach Kroatien geschickt, in der Hoffnung die frischen Re-Gens abzugrasen. Und tatsächlich wurde der Scout fündig. Unter den vier oder fünf Spielern stach einer besonders hervor: Misel Zmajla. Das 17-Jährige Talent ist als Teenager schon bereit für die Bundesliga, schaut selbst:


Besonders die technischen Fähigkeiten sind der reine Wahnsinn. Nicht umsonst gilt Zmajla als der nächste Zvonomir Boban. Umso verwunderter war ich, dass der HNK Rijeka ihm noch keinen Vertrag angeboten hatte. So konnte ich ihn verpflichten und musste lediglich die 550.000 Euro Ausbildungs-Entschädigung zahlen. Das ist zwar ein Drittel meines Transferbudgets, aber ein späterer Weiterverkauf sollte mir locker ein Vielfaches einbringen. Und bis dahin kann er seine Fähigkeiten als Zebra weiter ausbauen. Winner, Winner, Chicken Dinner ...

Der nächste Transfer fällt auch in die Kategorie: Nicht geplant, aber zu gut, um ihn abzulehnen. Eigentlich war ich mit Hoffmann und Sukalo auf der Position des defensiven Sechsers bereits besetzt. Doch als mir Simao über seinen Berater angeboten wurde bin ich hellhörig geworden. Der Abräumer ist mir aus diversen Communities ein Begriff gewesen, der in der ersten Saison für knapp 4 Millionen Euro zu haben sein soll. Da er allerdings beim chinesischen Club Shandong unzufrieden war und seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wollte, habe ich ihn für den Spottpreis (der seinem Marktwert entsprach) von 50.000 Euro bekommen. Nein, da fehlt keine Null ...


Simao ist ein echtes Biest, ein fantastischer Spieler, der tagelang laufen und Bälle erobern kann. Sein Marktwert liegt jetzt übrigens schon bei 2 Millionen Euro.

In Alexander Stephan kam ein souveräner Ersatz-Keeper aus Nürnberg ablösefrei.


Ein guter Allrounder, der zwar nichts überragend gut kann, aber auch nirgends wirkliche Schwächen hat.

Obwohl ich in Federico Santander bereits einen Stürmer geholt habe (siehe vorherige Posts), dem die Zukunft gehört, war ich auf der Suche nach einem weiteren erstligatauglichen Angreifer. Erster Kandidat war Nils Petersen, der trotz der Fast-Abstiegssaison von Werder eine gute Runde spielte und auf 13 Treffer kam, nach der Leihe aber bei Bayern keine Rolle spielte. Da er gut auf meine Aussagen über die Medien reagierte, hatte ich berechtigte Hoffnungen auf eine Leihe, die der FC Bayern zu überraschend günstigen Konditionen annahm. Leider entschloss sich Petersen nach extrem langer Bedenkzeit gegen den Wechsel nach Duisburg. Plan "1B" war damit Sven Schipplock von Hoffenheim. Dort war er bereits in der Rückrunde nach einer langen Verletzung aufs Abstellgleis geraten, ein Transfer war damals aber finanziell nicht machbar. Jetzt kam er für 750.000 Euro - ein fairer Preis, wie ich finde.


Schipplock stammt aus der Jugend des VfB Stuttgart - eine Schmiede, die Stürmer wie Kevin Kuranyi, Mario Gomez und zuletzt Julian Schieber hervorgebracht hat. Er ist, ähnlich wie Santander, ein richtiger Wühler, der viel über die Kraft kommt.

Für die wichtige Position des kreativen Sechsers habe ich lange gesucht. Schnell wurde mir klar, dass ein ansprechender Spieler in meiner Preiskategorie nicht zu haben ist. Eine Leihe war da realistischer. Kandidaten wie Kevin Pannewitz, Tom Trybull und Tolga Cigerci waren diesem Status leider seit der vergangenen Saison entwachsen. Fündig wurde ich dann bei Bayer Leverkusen, wo mein Vorjahres-Chefstratege Zvonko Pamic für die Bank vorgesehen war. Die letztlich vereinbarten 800.000 Euro Leihgebühr sind zwar happig, aber ein Kauf wäre bei den Forderungen der Pillen-Dreher von über 4 Millionen nicht realisierbar gewesen. Pamic sollte das Geld locker wert sein, schließlich kennt er das Team und war aufgrund seiner guten Beziehung zu mir, trotz gestiegener Einsatzchancen bei Bayer, bereit zurück nach Duisburg zu kommen.

Meine erste Verpflichtung für die Abwehr war dann Ahmed Madouni. Der 32-Jährige Innenverteidiger ist aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund bekannt - und für seine Unkonzentriertheiten berüchtigt. Zuletzt spielte er für Union Berlin und dem FC Nantes zweitklassig.


Madouni ist ein kopfballstarker und erfahrener Verteidiger, der die Sprache spricht und daher keine große Eingewöhnung braucht. Allerdings ist er auch sehr langsam. Sein ablösefreier Transfer ist finanziell kein großes Risiko, sportlich wird sich zeigen, ob er auf dem höchsten Level noch mithalten kann.

Auf der Position des Linksverteidigers wusste ich zunächst nicht, ob ich einen Backup für Perthel suche oder einen potentiellen Starter. Beim vielversprechenden Marcel Halstenberg, der aus der Jugend des BVBs kam und einen auslaufenden Vertrag hatte, war ich zu zögerlich. Das Angebot, sich über einen Probevertrag für das Team zu empfehlen, lehnte er ab und unterschrieb beim VfL Bochum. Ein Glücksfall, denn kurze Zeit später bin ich auf der Transferliste auf Constant Djakpa aufmerksam geworden. Ihn kannte ich aus meinem SGE Save, wo er an Oczipka nicht vorbei kam und auf einen Transfer pochte. So war es auch hier und damit war er für günstige 575.000 Euro zu haben.


Er ist offensiv sehr gut, was in meinem System mit den hohen Außenverteidigern Voraussetzung ist. Defensiv ist er solide. Dazu kommt seine gute Schnelligkeit. Abzuwarten bleibt sein mitunter feuriges Temperament - hier kann er ein belebendes Element sein oder aber ein störendes.

Djakpas Gegenstück auf der rechten Seiten stellt Sabri Sarioglu dar. Der 44-fache Nationalspieler der Türkei war bei Galatasaray nicht mehr erwünscht, seine Leihe kostet mich 130.000 Euro.


In Sarioglu bekomme ich einen gestandenen Spieler im besten Fußballer-Alter. In seiner Spielanlage ähnelt er Djakpa - pfeilschnell, offensiv stärker als defensiv. Ich hoffe, dass er die Sprachbarriere möglichst schnell überwindet.

Da es für Bundesliga Teams mittlerweile ein ungeschriebenes Gesetz ist, habe ich mich um einen japanischen Spieler bemüht. Tadanari Lee kommt für ein Jahr und 75.000 Euro Leihgebühr aus Southampton, wo er in den vergangenen zwei Jahren nur auf 14 Spiele kam.


Der Linksfuß kann als Stürmer sowie auf allen drei Position dahinter auflaufen. Er ist kein Shinji Kagawa, aber ein solider, vielseitiger und arbeitender Angreifer.

Marvin Schwäbe war zunächst als Talent und, wenn es eng werden würde, dritter Torwart eingeplant. Er kam ablösefrei aus der Jugend von Eintracht Frankfurt und hat kürzlich sein Debüt für die U-19 Nationalmannschaft gegeben.


Die Bundesliga käme wohl noch zu früh für ihn, aber interessante Anlagen hat er allemal. Seine Chance auf Einsatzzeit ist allerdings selbst im Falle von Ausfällen von Wiedwald und Stephan gen Null gesunken - aufgrund einer ungeplanten Last-Minute Verpflichtung ...

Die Rede ist von Michael Rensing. Schon während der Vorbereitung hatte ich erste Zweifel, da sowohl Stephan als auch Wiedwald jeweils ein paar kleine Patzer zeigten. Nachdem sich Wiedwald kurz vor Beginn der Hinrunde für knapp 4 Wochen verletzt hatte und mir der Vorstand überraschenderweise noch knapp eine Million Extra-Budget gewährte, habe ich Rensing dann unter Vertrag genommen. Er kommt ablösefrei von Bayer Leverkusen, wo er zuletzt eine Saison "aus gesessen" hat.


Rensing zählt für mich noch immer zu den Top-Torleuten Deutschlands. Er hatte bei den Bayern Pech - an einer direkten Kahn-Nachfolge, zumal als Jugendspieler, wären auch ganz andere gescheitert. Er ist ein echter Instinkt Keeper, das heißt vor allem überragende Reflexe auf der Linie. Das hatte er auch schon bei Köln gezeigt. Seine Konzentration (9) und Entscheidungsfindung (11) sind aber zugegebenermaßen nicht berauschend. Trotzdem bin ich überzeugt, dass er uns Punkte retten kann und somit ein wichtiger Faktor im Abstiegskampf werden wird.

Der (vorerst) letzte Transfer ist ein weiterer Vereinsloser und ehemaliger Kölner: Henrique Sereno.



Bei den drei Kern Eigenschaften ist eher unterer Durchschnitt: Tackling (12), Marking (12), Heading (11). Dafür bringt er etwas mit, dass meinen restlichen Innenverteidigern leider komplett abgeht: Speed. Damit ist er womöglich im Verbund mit einem der "Türme" eine gute Option gegen Mannschaften, die mit nur einer nominellen Spitze auflaufen.

Hier nochmal die Neuzugänge in der Übersicht:


Und der komplette Kader für die Saison 2013-14:



Im nächsten Teil geht es dann an die Kader Analyse, Auswertung der Testspiele und um die vorläufige Taktik.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen